DIE VIER "GOLDENEN" TRAININGSPRINZIPIEN DES                                              FUNKTIONELLEN FASZIENTRAININGS

1. Den Bogen spannen: Elastische Vorspannung für die gesamte Bewegungsamplitude nutzen 

Forscher haben herausgefunden, dass die Laufleistung der Gazellen nicht allein mit der reinen Muskelkraft ihrer Beine erklärbar ist und entdeckten den „Katapult Mechanismus“. Die Sehnen und Faszien der Beine werden wie ein elastischer Bogen vorgespannt. Das gezielte Loslassen dieser Spannung ermöglicht eine Explosivität, die man sich im Training zunutze machen kann. Denn den Katapult-Effekt gibt es auch beim Menschen. Die Kraftübertragung durch die Vorspannung übernimmt die Faszie – ganz gleich, ob bei schnellkräftigen oder bei gleichförmigen Bewegungsabläufen, wie dem Radfahren. 

 

2. Das Indianer Prinzip 

Sich geräuschlos wie ein Indianer bewegen. Sanft und lautlos abfedern. Trainieren mit samtiger Geschmeidigkeit. Eine normale Treppe kann zum Trainingstool mutieren, wenn wir uns geräuschlos-dynamisch von Absatz zu Absatz schwingen. Dabei eine aktive Vorspannung erzeugen und in eine möglichst lautlose und fließende Bewegung übergehen. Langfristig und regelmäßig praktiziert, profitiert das Bindegewebe: Schnellkraft und Stabilität nehmen zu. 

 

3. Dynamisches Dehnen 

Früher allgemein praktiziert, dann verpönt – und nun wieder brandaktuell: Das dynamische Dehnen ist dank der Faszienforschung nun wieder anerkannt und angesagt. Nach dem Aufwärmen darf dynamisch auf und ab ins Gewebe gefedert werden. Schnelle und dynamische Dehnungen wirken besonders gut, wenn diese mit einer Gegenbewegung kombiniert werden. Starres Ausharren in der Dehnung wird hingegen bewusst vermieden. Bei einer langsamen dynamischen Dehnung langer myofaszialer Ketten, z.B. Seitenneigung im breiten Stand, werden hingegen globale Vernetzungen der Faszienketten angesprochen. 

 

4. Ebbe- und Flut-Prinzip: Lösende Techniken mit der Rolle 

Selbstmassagen auf Rollen ist voll im Trend. Doch was steckt dahinter? Richtig ausgeführt, stimuliert das Rollentraining das lokale Fasziengewebe. Dieses kann durch chronische Über- oder Unterbelastung austrocknen oder verklebt sein. Mit einem langsamen und bewussten Hineinschmelzen in das Gewebe wird durch Druck die Durchfeuchtung angeregt: Die Faszien werden dabei wie ein Schwamm ausgedrückt und saugen sich dann wieder mit frischem Gewebewasser voll (sog. Ebbe- und Flut-Prinzip). Funktioniert dieser Flüssigkeitsaustausch, sind freie Gleitbewegungen unterschiedlicher Schichten wieder möglich. Die Faszien werden hochelastisch und gleichzeitig stark. Die Idee hierzu stammt aus den Akkupunktur- und Triggerpunktmechanismen. Richtig angewendet (!), sind die auf die Faszien einwirkenden Kräfte – Studien zufolge – denen einer manualtherapeutischen Behandlung ähnlich.

 

Unabdingbar ist ein Termin bei einem Funktionellen Faszien-Trainer. Fasziale Ketten und Zusammenhänge sind spannend und effektiv nutzbar – wenn man sie kennt! Unsere erfahrenen Ärzte, Therapeuten und Trainer stellen ein passgenaues Übungsprogramm für Sie zusammen! 

 

Leistungssteigerung durch das Faszientraining im Faszienzentrum Nord