FASZIEN IN BEWEGUNG BRINGEN

Blick vom Faszienzentrum Nord auf die Elbphilharmonie Hamburg

Faszien funktionieren wie die Saiten eines Musikinstrumentes, beispielsweise die eines Klaviers: Jede Saite hat eine spezielle Länge und vibriert, wenn sie angeschlagen wird, mit einer bestimmten Frequenz – und erzeugt damit einen bestimmten Ton. So wie unsere Ohren die Musik hören können, kann unser Nervensystem die Informationen der Faszienspannung interpretieren. Wenn das Klavier verstimmt ist, verändert sich die Frequenz und damit der Ton.

 

Gleiches gilt für ein verdrehtes Faszienband, das auch „verstimmte“ Frequenzen über das Nervensystem an das Gehirn weiterleitet, wo diese Informationen dann als Schmerz, Verhärtung, Zerrung oder Brennen interpretiert werden.

 

Es wird angenommen, dass die Faszienbänder neben ihrer Rolle bei der Propriozeption auch noch andere wichtige Funktionen erfüllen. Dazu gehören die Koordination der motorischen Bewegungen und die Muskelkontraktion.

 

Das Fasziensystem hat auch noch die Aufgabe, den Blutkreislauf und das Lymphsystem beim Transport der Körperflüssigkeiten zu unterstutzen. Über diese „Schnellstraße des Bindegewebes“ werden Knochen und andere Gewebe ständig mit chemischen Stoffen und Nährstoffen versorgt. Neue Studien zeigen, dass ein gut funktionierendes Fasziennetz folgendes bewirkt:

  • Verbesserte Heilprozesse durch aktivierten Zellstoffwechsel (Grundsubstanz).
  • Verbesserte Leistungsfähigkeit (mehr Dynamik und Kraftumsatz, bessereTechnik/Anbahnung von Bewegung).
  • Maximale Verletzungsprävention (die meisten Verletzungen sind Bindegewebsverletzungen: z.B. Wadenverhärtung beim Fußballer, Achillessehnenriss bei Läufern)